|
<< Zurück zur Übersicht
751 tote Musiker - das sind die Zutaten zu einem skurrilen Taschenkalender
für das neue Jahr mit dem schönen Titel "The Beat
Goes On". Drei musikbegeisterte Freunde hatten die Idee dazu:
Nachdem sie zum dritten Mal in Folge den Todestag von Elvis, dem
King, vergessen hatten, recherierten sie los: Wann starben die
großen musikalischen Helden und woran? Was sich zunächst
makaber anhört, ist mit viel Liebe gemacht und begeistert
nicht nur musikhistorisch Interessierte.
hier Film
anschauhen (deutsch)
hier Film
anschauhen (englisch)
Deutsche Welle / dw-world.de
Klingt alles ein wenig gruselig, aber das ist es gar nicht. Im
Gegenteil: Man liest sich ein, wird an vergessene Lieblingsmusiker
erinnert und zuhause räumt man noch schnell die Plattensammlung
um, obwohl man längst im Bett sein sollte. Und das wegen einem
kleinen Taschenkalender. Also: Rauf auf den Wunschzettel!
jetzt.de / Christina Waechter
(kompletten Artikel lesen)
Wie geil ist das denn? Ein pechschwarzes, handliches Hardcover-Kalendarium
mit goldenem Prägedruck (Ähnlichkeiten zu christlichen
Gesangsbüchern sind rein zufällig…), in das man
nicht nur den Lungen-OP-Termin der Erbtante, den Jahrestag seines
ersten Motörhead-Konzerts und den Termin der nächsten
Hauptversammlung des Bluttarantelzüchtervereins kritzeln
kann, sondern das einen auch jeden Tag daran errinnert, welcher
unsterbliche Musiker vor x Lenzen die Düse in Richtung der
gemütlichen Rockkneipe am Ende des Universums gemacht hat.
Über 750 Dahingeschiedene aus jedem erdenklichen Genre begleiten
uns mit biografischen Daten und kurzen Infos durchs Jahr, jede
Woche wird mit einem etwas ausführlicheren Legendennachruf
eingeleitet, und hintendran gibt´s noch Statistiken ("beliebtester
Selbstmord: Strick, 32%"), Kochtipps (Elvis´Lieblingsburger)
und Friedhofswegweiser.
RockHard / Michael Rensen
Die Idee ist so schlicht wie ergreifend: Ohne Kalender ist heute
kein urbanes Wesen mehr überlebensfähig. Der Geist der
Zeit drängt zur digitalen Variante wie palm oder blackberry,
doch den Anstrich des Traditionalisten von Niveau gibt sich, wer
bewusst zur liebevoll gebundenen papiernen Version greift. Den
Erlebnisakt des Umblätterns wird keine Software ersetzen.
All jene, deren Herz darüber hinaus Musik wie die Luft zum
Atmen benötigt, finden ihre Bedürfnisse im neuen Kalendarium
toter Musiker zusammengeführt.
DRESDNER Kulturmagazin 12/07
Damit tägliche Dinge nicht untergehen, gibt es Kalender
in allen möglichen Formen, mit Kätzchen, Schiffen und
nackten Mädchen. Ein neuer heißt The Beat Goes On –
Kalendarium toter Musiker. Ein Büchlein von etwas sakraler
Anmutung, fest gebunden und kompakt wie ein Gesangsbuch. Vorne
leuchten Kreuze in güldenem Prägedruck, hinten ein kleiner
Grabstein. Dazwischen liegen 256 Seiten mit 12 Monaten, 52 Wochen,
365 Tagen – und 751 Leichen. …
Eine Dreistigkeit? Ein Vergnügen! Obgleich ein bisschen zynisch,
wenn zu Beginn jeder Woche der „Death of the Week“
gekürt wird. Dieser bekommt mehr als eine Randzeile. Ein
kleines Epitaph erzählt eine kurze Geschichte von Leben und
Sterben des Musikers. Wie der erste AC/DC-Sänger Bon Scott
an seinem Erbrochenen erstickte, der Metallica-Bassist Cliff Burton
unter die Räder des Tourbusses geriet, oder Nico auf Ibiza
vom Rad fiel – die Autoren finden meist das richtige Maß
an Respekt und Information. Nie sind die Zeilen bemüht witzig.
Unfreiwillig komisch wird’s von allein. Mancher Musiker
starb auf haarsträubende Art und Weise: beim Frühschoppen,
Reifenwechsel oder von der eifersüchtigen Ehefrau ermordet.
Und der Leser stutzt schonmal: Wie? Der lebt nicht mehr?
zeit.de / David Hugendick
(kompletten Artikel lesen)
…
Ein handlicher, gebetsbuchartiger Jahreskalender, der mal nicht
Geburts-, Feiertage oder Kochrezepte listet, sondern die Todestage
bekannter und weniger bekannter Musiker. Menschen, die von Strom-
und Schicksalsschlägen dahingerafft wurden oder nicht die
Finger von den Drogen lassen konnten. Mit Witz geschrieben, fügen
die Macher auch noch statistische Erkenntnisse ihrer Fleißarbeit
an, weshalb wir jetzt auch wissen, dass die Mehrzahl der hier
Aufgeführten an Krankheiten starb (41 Prozent), und Morde
an Klangkünstlern vorzugsweise mit Schusswaffen praktiziert
werden (63 Prozent). Ein künftiger Klassiker!
tip Berlin / Hagen Liebig
Heute vor drei Jahren starb John Peel an einem Herzinfarkt. Er
wurde 68 Jahre alt und hinterließ eine Lücke in der
Musiklandschaft, wie sie größer nicht hätte sein
können. Eine posthume Legende wurde er nicht, legendär
waren seine Radiosendungen und er selbst schon vor vielen Jahren.
Vergessen sollte man Peel daher nie, ebenso wie die vielen anderen
großen und größtenteils zu früh gestorbenen
Musiker dieser Welt. Es mag zynisch erscheinen, nun den Schwenk
zur Produktinformation zu wagen, aber »The Beat Goes On
- Kalendarium toter Musiker« setzt genau dort an, wo man
selbst täglich scheitert: bei der Erinnerung.
»Nachdem wir zum dritten Mal in Folge den Todestag des King
vergessen hatten, reichte es meinem Freund Milan. Er bastelte
den ersten Kalender-Prototypen mit schätzungsweise vierzig
Namen und schenkte ihn mir zum Geburtstag«, schreibt The
Beat Goes On-Autor Stefan Hauser im Editorial des kleinen schwarzen
Büchleins. Darin versammelt sind in 52 Kalenderwochen 751
Musiker oder relevante Personen aus der Musikwirtschaft –
wie eben auch John Peel. Oder Nina Simone. Thelonious Sphere Monk,
1982 an einem Hirnschlag gestorben. Bing Crosby, 1977 an Herzversagen
gestorben. Syd Barrett, 2006 verstorben nach langer Diabetes.
...
Was man schnell merkt: hier wird nicht auf Kosten der Toten Geld
gescheffelt, hier wurde in Gedenken an viele Herzensangelegenheiten
publiziert.
spex.de (kompletten
Artikel lesen) / fritz.de (kompletten
Artikel lesen)
Während sich Herausgeber bunt illustrierter Lifstyle-Schmöker
mit Geburtstagen und Partytipps in die Herzen des verdummten Alltags
schleichen, wird hier das Jahr in 365 Todestage aufgeteilt - nahezu
jeder Tag ist mit mindestens einem guten Grund bestückt,
die Prozentigen aus den Hälsen zu saugen und mal wieder tief
ins Plattenregal zu greifen, um die passende musikalische umrahmung
zu erzeugen. Die Rede ist vom ultimativen Führer durch die
Welt der Rock'n'Roll-Leichen.
down under
"Es tut einem leid, noch nicht tot zu sein" Frithjof
Steinkopf / Gitarrist
"The Beat Goes On" kommt nun natürlich etwas schicker
mit mattschwarzem Festeinband und Goldprägung daher. Innen
zeugen gotische Schrift sowie in die Ecken der Seiten abgebildete
Engel vom augenzwinkernden Umgang des Kalenders mit dem Thema
Tod. Für jeden Tag ist mindestens ein Rock-Toter verzeichnet,
jeweils mit Geburtsdatum, Todesjahr, ein paar Worten zu seiner
Bedeutung und der Todesursache.
…
Da erfährt man dann etwa, dass sich Janis Joplin (†
4.10.1970) ihren Suff von einem Whisky-Hersteller sponsern
ließ oder lernt GG Allin († 28.6.1993) kennen, der
bei den Auftritten seiner Punkband "Murder Junkies"
oft nur mit roten Cowboystiefeln bekleidet war. Der "selbsternannte
Rock'n'Roll-Terrorist" hatte eigentlich vorgehabt, als Höhepunkt
seines Schaffens Selbstmord auf der Bühne zu begehen, starb
dann allerdings doch "ganz schnöde", wie es heißt,
an einer Überdosis.
Radio 1Live (kompletten
Artikel lesen)
Woran erstickte Bon Scott? Konnte Elliott Smith mit einem Messer
umgehen? Wie alt war Billie Holiday, als sie völlig verarmt
starb? Diese und andere Fragen rund um die Endlichkeit allen Musikerdaseins
beantwortet das 'Kalendarium toter Musiker'.
Was für eine grandiose Idee! Und die Umsetzung der Idee könnte
besser gelungen nicht sein, sowohl optisch als auch inhaltlich.
Mattschwarz, fest gebunden, mit Schriftzug in dezenter Goldprägung,
also schlicht aber stilvoll, kommt "The Beat Goes On"
daher. Man möchte meinen: mit der nötigen Portion Respekt
und Pietät, die seinem Gegenstand angemessen sind. Denn es
geht um nichts weniger, als ein Kalendarium, dass einem an jedem
Tag des Jahres verrät, welcher Musiker an diesem Datum das
Zeitliche segnete und warum.
…
Auch seine Feuertaufe hat es betanden: Als die Sprache kürzlich
bei der Lesung eines polnischen Autors auf einen der bedeutendsten
polnischen Jazzmusiker kam und keiner so recht wusste, wann dieser
nun eigentlich verstorben sei, bot ich mittels "The Beat
Goes On" Abhilfe an, kassierte zunächst zweifelhafte
Blicke und Skepsis, fand ihn mithilfe des kleinen, hilfreichen
Registers im Nu und siehe da: anerkennende Blicke allenthalben
und das Gespräch konnte, um eine wichtige Information reicher,
weitergehen.
Auch in Radiostudios und Musikredaktionen könnte das Büchlein
von Interesse sein. Zumindest uns bei 27FM wird der Kalender in
Zukunft als wichtiges Kompendium dienen, um noch etwas gezielter
in den Sendungen dem einen oder der anderen verstorbenen Musiker/in
den gebührenden Tribut zu zollen. Vieleicht tut es uns ja
jemand nach.
…
Also: Support this Rock'n Roll-Kollektivgedächtnis! Lang
lebe Edition Observatör!
Wertung: 10 von 10 Punkten
27FM (kopletten
Artikel lesen)
»The Beat Goes On« ist ein liebevoll gestaltetes
Kalendarium, das all die toten Rockstars ehrt und feiert.
Vanity Fair 45/07
Klasse Sache!! Mit unglaublicher Fachkenntnis und akribischer
Detailarbeit hat man hier einen für Musikverrückte wie
den Nagel in den Sarg passenden Jahreskalender für 2008 zusammen
gestellt. Das schicke Büchlein im edlen schwarzen Hardcover
Einband mit Goldprägung (Format A6, Taschenkalender) notiert
für jeden Tag einen (oder mehrere) tote Musiker, die Umstände
unter den der betreffende Rock'n'Roller das Zeitliche gesegnet
hat, sowie sonstige Infos im Kurzabriss. Zusätzlich gibt
es den Kalenderwochen stets voran gestellt einen "Death of the
week", der entsprechend ausführlicher behandelt wird. Das
Spektrum reicht dabei von "Größen" wie Brian Jones,
Johnny Cash, James Brown, John Peel, Johnny Thunders oder Liberace,
bis zu nicht minder wichtigen, aber eher unbeachtet Verstorbenen
wie Rik L. Rik (F-Word), Hasil Adkins, Robbie Watts (Cosmic Psychos),
Desmond Dekker, Dennis D'Amour (Voivod), usw. Seinen eigentlichen
Zweck als Kalender erfüllt "The beat goes on" übrigens
auch hervorragend und bietet ausreichend Platz für Termine,
Anmerkungen, Notizen, und was auch immer man sonst eintragen möchte.
Absolute Kaufempfehlung!!!
Green Hell Records
Darauf hat der Musiknerd schon lange gewartet, eigentlich ein
Wunder, dass nicht schon jemand viel früher darauf gekommen
ist. Ein schön gebundener Kalender mit haufenweise Todesdaten
von Musikern (und zwar nicht nur Johnny Cash und Elvis, sondern
auch z.B. Wesley Willis oder Moondog, sprich Tiefgang und Untergrundwissen
wurden mit integriert!!!), zudem gibt es jede Woche den `Death
of the Week´ mit einem kurzen Artikel zu einem der Wochentoten.
Hinten noch das Nachschlageverzeichnis und ein paar Lieblingsrezepte
Verstorbener. Sehr schöner Begleiter fürs Jahr.
Flight 13 Records
Dead, but not Forgotten: Wer Schwierigkeiten hat, sich den Geburtstag
der eigenen Mutter zu merken, wird wahrscheinlich auch Probleme
bei Todestagen berühmter Musiker haben. Mit "The Beat
Goes On - Kalendarium toter Musiker für das Jahr 2008"
von Edition Observatör gibt es jetzt Abhilfe. Das kleine,
im schicken Gesangsbuchformat gestaltete Büchlein, ist sowohl
Kalender als auch nettes Nachschlagewerk für all diejenigen,
denen entfallen ist, wann und woran Joe Strummer oder einer der
700 anderen, hier erwähnten Musiker gestorben ist. Und das
Beste: Genügend Platz fürs Aufschreiben von Mamas Geburtstag
findet man auch!
Ox Fanzine Nr.74 / Seite 7
Zugegeben: Das Büchlein im praktisch-winzigen Format kommt
etwas makaber daher. In Schwarz gehalten ist der Umband, zwei
goldene Kreuze zieren den Titel „The Beat Goes On“.
Es erinnert ein wenig an einen Grabstein, zumindest jedenfalls
an ein Kondolenzbuch. Ist es ja auch, denn das kleine Buch ist
ein Buch, das an Tote erinnern soll. Tote Musiker.
Im Kalender selbst wird jeweils einer der in einer Woche verstorbenen
Musiker zum „Toten der Woche“ erhoben. Interessant
ist zudem eine Auflistung der Todesursachen der Verstorbenen.
Nicht einmal ein Fünftel von ihnen starb eines natürlichen
Todes. Spitzenreiter sind Krebs, Herzbedingtes und der Straßenverkehr,
dicht gefolgt von Heroin und Alkohol (oder beidem). Immerhin 46
Musiker wurden ermordet, die meisten davon erschossen. Vier Musiker
starben, als sie mit einer Zigarette einschliefen.
Tobias Schilling / www.on-regional.de (kompletten
Artikel lesen)
<< Zurück zur Übersicht
|